
Zug United NLA Männer
- Erfolge 2025
- SM Gold
Die erste Mannschaft von Zug United ist auf Kurs, in einer Saison mit einem alles andere als idealen Start Schweizer Meister zu werden.
Der Umbruch im Team war unausweichlich. Nachdem Zug United den Schweizer Meistertitel gewonnen hatte, beendeten mehrere langjährige Spieler ihre Karriere, wodurch eine junge Generation nachrückte. Erfahrung ging verloren, dafür kamen Tempo und Unbekümmertheit hinzu. «Ein derartiger Umbruch braucht Zeit», sagt Linus Arnold, der seit dieser Saison als Captain auf und neben dem Feld in Erscheinung tritt. Viele Spieler erhielten neue Rollen, mussten sich neu orientieren und mehr Verantwortung übernehmen. Zug United war gezwungen, sich gewissermassen neu zu erfinden – ein Prozess, der nicht ohne Reibungsverluste verlief. In den ersten Partien zahlte das Team Lehrgeld, was sich auch im frühen Ausscheiden im Schweizer Cup spiegelte, den die Zuger vor zwei Jahren noch gewinnen konnten.
«Am Sommertraining lag es jedenfalls nicht», betont Arnold und lobt den neuen Trainer Theodor Jonsson in den höchsten Tönen. Es sei so hart gearbeitet worden wie nie zuvor, ergänzt durch zahlreiche neue Impulse und klare inhaltliche Schwerpunkte. Jonsson, der vor seinem Engagement in Zug unter anderem bei Malans und Chur tätig war, gilt als innovativer Coach mit klaren Vorstellungen und grosser Detailtreue. In seiner ersten Saison will der Schwede Zug United zumindest zum dritten Schweizer Meistertitel in Folge führen.
Unmöglich ist dieses Ziel nicht. Die Zuger liegen nur wenige Punkte hinter dem Tabellenleader und haben sich im Verlauf der Saison stabilisiert und weiterentwickelt. Arnold ist überzeugt, dass sein Team im entscheidenden Moment zur Stelle sein wird. Ab kommendem Herbst studiert er Wirtschaft an der Hochschule Luzern – ohne dass seine Leidenschaft für Unihockey darunter leiden soll. «Ich habe immer Unihockey gespielt und ich werde immer Unihockey spielen», sagt er. Zweifel klingen anders.