
NoéRoth
- Erfolge 2025
- EC Silber
- EC Gold
- WC Bronze
- WC Silber 2x
- WC Gold
- WC Sieg Gesamtwertung Aerials Team
- WM Bronze (Mixed)
- WM Gold
Der Baarer Skiakrobat Noé Roth tingelt um die halbe Welt und zählt seit vielen Jahren zu den besten Athleten seines Genres.
Sein halbes Leben ist Noé Roth unterwegs. Der 24-Jährige steht vor seiner neunten Weltcupsaison – und blickt einmal mehr auf einen Kalender, der kaum Pausen kennt. Finnland, China, Kanada, die USA, Australien: Es gibt nur wenige Länder, in denen Roth noch nicht gelandet ist. Meist mit derselben Mission im Gepäck – seine Sprünge weiter zu perfektionieren, präziser zu werden, sauberer in der Ausführung, konstanter. Das Leben zwischen Trainingsanlagen, Wettkampforten und Flughäfen ist für ihn längst Normalität.
An sportlichen Erfolgen mangelt es dem Zuger nicht. Roth ist zweifacher Weltmeister, Gesamtweltcup-Sieger und stand unzählige Male auf dem Podest. Auch in der Heimat wurde er geehrt: Zweimal gewann er den Zuger Sportpreis. Beide Male allerdings aus der Distanz, denn jeweils im Januar herrscht auf den Sprungschanzen Hochbetrieb – eine Abwesenheit, die sinnbildlich für seine Karriere steht.
So wird es auch in dieser Saison sein. Der Blick ist klar nach vorne gerichtet, Richtung Olympia. Um an den Titelwettkämpfen ganz vorne mitzumischen, muss er in Topform sein – physisch wie mental. Genau dort liegt für Roth noch eine offene Rechnung. Ein 16. und ein 8. Rang stehen bislang in seiner olympischen Bilanz. Doch er weiss, dass in Livigno alles zusammenpassen könnte. Dass selbst der Olympiasieg möglich ist. Trotzdem gibt er sich gewohnt bescheiden. Gegenüber der «Zuger Zeitung» sagt er, er wäre glücklich, mit einer Medaille nach Hause zu reisen – unabhängig von deren Farbe.
Wie lange er Teil des Zirkus der Skiakrobaten bleiben will, lässt Roth offen. Sicher ist: Bis Ende dieser Saison ist er als Profi rund um den Globus unterwegs. Was nach Olympia kommt, stehe in den Sternen, sagt er. Ganz ausschliessen will er jedoch nicht, 2030 bei den Winterspielen in den französischen Alpen ein letztes Mal an den Start zu gehen. Noé Roth ist kein Mann der grossen Worte. Er ist ein Mann der Taten – und der Sprünge.