
LK Zug 4x100m Sprintstaffel
- Erfolge 2025
- SM Gold
Die Sprinterinnen des LK Zug gewinnen an den Staffelmeisterschaften in Nottwil die Goldmedaille und machen einen seit Jahren schwellenden Traum wahr.
Viel Zeit fürs Übergabentraining blieb nicht. Die Staffel des LK Zug verfügt zwar über vier schnelle Sprinterinnen – doch sie gleichzeitig zusammenzubringen, ist alles andere als einfach. Ronja Wengi, eine der besten Weitspringerinnen des Landes, kämpfte im Sommer mit Verletzungsproblemen. Dennoch wollte sich die Silbermedaillengewinnerin der Schweizer Meisterschaften die vielleicht einmalige Chance nicht entgehen lassen, Teil der schnellsten Sprintstaffel in der 80-jährigen Vereinsgeschichte zu sein.
Auch Milla Tonazzi musste nicht zweimal gebeten werden. Gemeinsam mit Loisa Schaller bildete sie den jüngsten Teil des Quartetts. Entsprechend gross war die Anspannung, erstmals mit Géraldine Frey, der saisonschnellsten Schweizerin, in einer Staffel zu laufen. Dabei zählt Tonazzi längst zu den Staffelroutiniers: Sie ist Mitglied der Juniorinnen-Nationalstaffel und wurde in Aarau Schweizer Meisterin über 100 und 200 Meter. Und Schaller wiederum gewann bei den Hallen-Schweizermeisterschaften über 60 Meter die Bronzemedaille – auch sie ist also prädestiniert für dieses Staffelprojekt.
Dass es überhaupt so weit kam, dass Géraldine Frey an den Staffelmeisterschaften für den LK Zug die für sie in dieser Zusammensetzung prädestinierte Schlussstrecke übernehmen konnte, lag daran, dass die Weltmeisterschaften in Tokio vergleichsweise spät im Wettkampfkalender angesetzt waren. So trafen sich die vier Zugerinnen lediglich ein einziges Mal auf der Hertiallmend, um jene Übergaben einzuüben, die dem Staffelwettkampf Leben einhauchen.
«In Nottwil waren wir die Underdogs», sagt Milla Tonazzi mit einem Lächeln im Gesicht. Zumindest bis zu den Vorläufen – als klar wurde, dass der LK Zug im Finale um die Medaillen mitsprinten würde. Gesagt, getan: In 44,58 Sekunden lief das von Urs Henggeler betreute Quartett zu Gold. Zürich und Lausanne mussten sich mit den Plätzen zwei und drei begnügen.