
LenzHächler
- Erfolge 2025
- EC Bronze (Super G)
- EC Silber 3x (Riesenslalom, Super G)
- EC Gold 4x (Riesenslalom, Super G)
- EC Sieg Gesamtwertung Riesenslalom
Im Riesenslalom startet Skirennfahrer Lenz Hächler mit Fixplatz im Weltcup und tut alles dafür, auch in der Abfahrt und im Super-G Gleiches zu erreichen.
Rückblickend war es keine gute Idee, unmittelbar nach den Rennen in den USA zuerst nach Italien und anschliessend weiter nach Val d’Isère zu reisen. Lenz Hächler ist ständig unterwegs. Der Skirennfahrer aus dem Zugerland lebt aus dem Koffer, getrieben von seiner Mission, Skifahren auf höchstem Niveau zu betreiben.
Sein Leben ist ein permanentes Pendeln zwischen Europa- und Weltcup. Zwangsläufig. Als Europacupsieger im Riesenslalom hat Hächler in diesem Winter einen fixen Weltcupstartplatz – allerdings ausschliesslich in ein- und derselben Disziplin. Im Super-G und in der Abfahrt muss er Spitzenresultate im Europacup erzielen, um sich auch dort für den Weltcup zu empfehlen. Diese Konstellation verlangt Flexibilität – sportlich wie mental.
In Beaver Creek, dieser legendären Skidestination in den USA, gelang ihm ein wichtiger Schritt: die ersten Weltcuppunkte seiner Karriere. Bemerkenswert daran ist, dass Hächler im vergangenen Sommer keine optimale Vorbereitung absolvieren konnte. «Ich stürzte mit dem Velo und brach mir mehrere Rippen», erzählt er am Telefon auf der Durchreise zwischen Unterägeri und Alta Badia.
Doch es blieb nicht bei diesem Rückschlag. Im Konditionstraining zog er sich zusätzlich eine Bänderverletzung zu und verpasste deshalb das Sommertrainingslager von Swiss Ski in Südamerika. Wochen auf Schnee gingen verloren. «Jetzt fehlen mir Schneetage», sagt Hächler nüchtern, ohne zu klagen, mit Blick nach vorne.
Im Riesenslalom trainiert er gemeinsam mit Marco Odermatt und weiteren Athleten der Weltspitze. Das Umfeld ist anspruchsvoll, der Vergleich schonungslos. Sein Ziel ist klar: Er will sich in dieser Disziplin dauerhaft unter den besten 30 der Welt etablieren. Vorerst geschieht dies im Wechselspiel zwischen Welt- und Europacuprennen. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Zuger auch in den schnellen Disziplinen im Weltcup startet.