
GéraldineFrey
- Erfolge 2025
- Saisonschnellste Schweizerin 100m
- SM Gold (4x100m Sprintstaffel)
- WM 60 Meter (Halle), Einzug Halbfinale
- WM 100 Meter, Einzug Halbfinale
Die Sprinterin und WM-Halbfinalistin Géraldine Frey läuft in diesem Jahr so schnell wie noch nie und ist damit die Schweizer Nummer 1 der Saison.
Es war ein später Saisoneinstieg in diesem Jahr. Die Zuger Sprinterin Géraldine Frey, die zu den Besten Europas zählt, hatte schliesslich noch etwas Wichtiges zu erledigen: Sie wollte ihren Masterabschluss an der ETH Zürich in trockenen Tüchern haben. Dafür benötigte sie keine schnellen Muskelfasern, sondern einen eisernen Lernwillen und Ausdauer, um an einer der weltbesten technischen Hochschulen erfolgreich zu sein. Seither nennt sie sich «schnellste Pharmazeutin» der Welt, was ihr helfen soll, sich im Leichtathletikzirkus noch besser zu vermarkten.
Vielleicht war es gerade dieser späte Saisoneinstieg, der sie anschliessend so richtig Gas geben liess. Luzern, Madrid, Berlin und Fribourg. So heissen die Städte, in denen die Athletin des LK Zug zu Saisonbeginn über die Tartanbahn trommelte. Schon beim renommierten ISTAF-Meeting in Berlin liess sie ein erstes Mal aufhorchen, als sie sich nur der US-Sprinterin Maia McCoy und der Deutschen Gina Lückenkemper geschlagen geben musste. Ihre Hochform erreichte sie dann in Fribourg, als sie am selben Abend ihre bisherige Bestleistung gleich zweimal unterbot und mit 11,09 Sekunden eine Zeit hinlegte, mit der sie auch Ende des Jahres als Nummer 1 der Schweiz dasteht.
Die Weltmeisterschaften in Tokio waren der sportliche Höhepunkt im Jahr nach Olympia. Dort qualifizierte sich Géraldine Frey erstmals überhaupt direkt über die Rangierung im Vorlauf für die Halbfinals. Weniger erfreulich verlief das Abenteuer mit der Sprintstaffel: Aufgrund eines ärgerlichen Übergabefehlers in der letzten Ablösung schieden die Sprinterinnen im Vorlauf aus. In Erinnerung bleibt die bisher beste Saison und die Gewissheit, bei den Weltmeisterschaften als achtbeste Europäerin reüssiert zu haben. Dies wiederum lässt für die Europameisterschaften 2026 in Birmingham hoffen, bei denen die saisonschnellste Schweizerin erstmals an einem internationalen Grossanlass als Einzelläuferin im Finale stehen will.